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Der Preußenfeldzug - 1806 |
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1806 befindet sich die Grande Armée in Deutschland. Nach der schweren Niederlage Preußens bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 bricht die preußische Armee zusammen, und Napoleon hält in Berlin Einzug. Der Maler Charles Meynier verewigte Napoleons offiziellen Einzug in der Hauptstadt Preußens.
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Napoleons Einzug in Berlin am 27. Oktober 1806.
© Photo RMN - Droits réservés |
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Jérôme Bonaparte und das Königreich Westphalen |
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1807 wird das Königreich Westphalen im Herzen des ehemaligen Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nationen gegründet. Napoleon setzt seinen jüngsten Bruder, Jérôme (1784-1860), an die Spitze des neuen Staats. Letzterer lässt sich in Kassel nieder. Das Königreich Westphalen soll nicht nur als Pufferstaat zwischen Frankreich und Preußen sondern auch als Modellstaat für die Nachbarstaaten fungieren. Nach Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht von Leizpig im Jahre 1813 löst es sich auf.
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Schwur auf die westfälische Flagge.
© Photo RMN - Droits réservés |
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Der Völkerfrühling |
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Im März 1848 entflammt der europäische Kontinent von Wien bis Venedig, über Prag und Berlin aufs Neue: Der Völkerfrühling bricht aus, der simultane Kampf der europäischen Völker um nationale Unabhängigkeit und politische Rechte. Die revolutionären Kräfte Deutschlands widersetzen sich dem Block um den preußischen König Friedrich Wilhelm IV..
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Barrikadenschlacht am Alexanderplatz.
© BPK, Berlin, Dist RMN - Knud Petersen |
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Der Krieg von 1870 |
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Am Nachmittag des 18. Augusts beginnt im Dorf Saint-Privat die Schlacht zwischen der unter dem Befehl von General Bazaine stehenden französischen Armee und der preußischen Garde. In seinem Gemälde Der Friedhof von Saint-Privat verherrlicht der Maler Alphonse de Neuville den unglückseligen Heroismus der französischen Truppen.
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Der Friedhof von Saint-Privat, 10. August 1870.
© Paris - Musée de l'Armée, Dist. RMN - Photographe inconnu |
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Die Frage des Elsass |
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Der am 10. Mai 1871 unterzeichnete Frankfurter Friede entschied über die Annexion des Elsass und eines Teils von Lothringen, zu dem auch die Stadt Metz gehörte.
Der Mythos eines geeinten Lothringens wurde geboren und parallel dazu die Idee des Vergeltungsschlags.
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Der schwarze Fleck.
© DHM/Berlin |
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Der Erste Weltkrieg: La Grande Guerre |
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Im Rahmen der Kunstmissionen für die französischen Armeen, die im Herbst 1916 unter der Leitung der Kunsthochschulverwaltung eingerichtet wurden, wird Félix Vallotton (1865-1925) im Juni 1917 in die Champagne entsandt. Ende 1917 beginnt er ein Gemälde, das den Namen Verdun tragen sollte und ein visuelles Zeugnis der mörderischsten Schlacht des gesamten Kriegs darstellt.
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Verdun.
© Paris - Musée de l'Armée, Dist. RMN / Pascal Segrette |
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Le traité de Versailles, ou la paix en trompe l’œil |
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Die Pariser Friedenskonferenz wird am 18. Januar 1919 in Versailles eröffnet. Doch die Friedensregelung steht von Anfang an auf tönernen Beinen, und Deutschland darf nicht an den mündlichen Verhandlungen teilnehmen. Zwei Jahrzehnte und zwei Monate nach der Unterzeichnung bricht der Versailler Vertrag endgültig auseinander, als England und Frankreich dem nationalsozialistischen Deutschland den Krieg erklären.
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Unterzeichnung des Friedensvertrages im Spiegelsaal von Versailles.
© BPK, Berlin, Dist RMN - Photographe inconnu |
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Die Karikatur in Frankreich |
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Nach der Niederlage bei Sedan sind die Karikaturen jedoch nicht nur humoristisch. Die Stunde der Brandmarkung und des politischen Engagements ist gekommen und findet in ganz besonders bösartigen Zeichnungen ihren Ausdruck. Mehr denn je stellt Deutschland den Feind, den „Barbaren“ dar, und Bismarck und Kaiser Wilhelm I. sind das diesbezügliche Symbol.
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![Dieser Teufel MIMAK [...]](http://www.histoire-image.org/photo/vignette/gai02_bismarck_001v.jpg)
Dieser Teufel MIMAK [...]
© Photo RMN - F. Raux |
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Die Karikatur in Deutschland |
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Während des Ersten Weltkriegs nimmt die Karikatur einen resolut polemischen und aggressiven Stil an und schürt die Propaganda gegen den Feind. Dieser Stil bewirkt, dass die deutschen Zeichner ein überspitztes, manchmal rüpelhaftes und groteskes Bild des „Nachbarlandes“ schaffen, welches die kollektive Vorstellungswelt beider Völker dauerhaft prägen sollte.
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Die Zivilisierung Europas.
© BPK, Berlin, Dist RMN - Photographe inconnu |
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Die industrielle Revolution |
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In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg war Deutschland zweifelsohne die größte Industrienation Europas. Die Stärke Deutschlands lag zu diesem Zeitpunkt sowohl im Überfluss seiner Kohle- und Eisenerzreserven, als auch in den Initiativen großer Industrieller wie Krupp (Eisen- und Stahlindustrie) oder Borsig (Dampfmaschinen).
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Das Eisenwalzwerk (Moderne Zyklopen).
© BPK, Berlin, Dist RMN - Klaus Göken |
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Die soziale Frage |
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Deutschland war gegen Ende des 19. Jahrhunderts von einem Klima sozialer und politischer Spannungen geprägt. Otto von Bismarck hatte eine Politik durchgeführt, die gegen die sozialistischen Bewegungen gerichtet war, ohne jedoch die Verbreitung der sozialistischen Ideen verhindern zu können. 1890 verstärken die Sozialdemokraten ihre Position durch die Gründung der SPD.
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Der Weberzug.
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008 © ADAGP |
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Das Erbe des Mittelalters |
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Im Laufe der Befreiungskriege entsteht in Deutschland ein patriotisches Fieber, das sich auf die deutsche Sprache, deren Ursprung eine ganze Generation zu finden versucht, sowie auf die mittelalterliche Kunst (bzw. den gotischen Stil), die sich als privilegierte Projektionsfläche politischer und nationaler Identitätsfindung aufdrängt, konzentriert.
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Mittelalterliche Stadt.
© BPK, Berlin, Dist RMN - Jörg P. Anders |
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Das Naturgefühl |
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Der ab dem 18.Jh. vorherrschende Traum einer „Rückkehr zur Natur“ führt um 1800 zu einer Aufwertung der Landschaftsmalerei. In Deutschland nimmt dieses Genre jedoch ab der napoleonischen Besetzung (1806-1813) eine nationalistische Färbung an. Die Natur wird zur Projektionsfläche der deutschen Identität, noch bevor konfessionelle Diskrepanzen und die Rückkehr der Prinzen das Einheitsideal der romantischen Landschaft in tausend Splitter zerschlagen.
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Landschaft mit der Ritterburg.
© BPK, Berlin, Dist RMN - Jörg P. Anders |
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Die Rezeption Wagners in Frankreich |
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Wagner brachte in Paris zahlreiche Enthusiasten hervor. Die Aura des Meisters machte seine Opern zu Bühnenerfolgen und führte im Jahre 1885 sogar zur Gründung einer Revue wagnérienne; und sie entfachte das Verlangen nach bildnerischer Darstellung.
Sein Werk brachte jedoch eine lebhafte Polemik in Gang, die sich vom Krieg zwischen Frankreich und Preußen im Jahr 1870 nährte.
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Richard Wagner.
© Photo RMN - H. Lewandowski |
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Die dekorativen Künste |
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1910 und 1930 werden zwei Ausstellungen angewandter deutscher Kunst im Grand Palais in Paris gezeigt, die zu lebhaften Debatten führen. Über die künstlerischen Aspekte und die damit verbundene Herausforderung hinausgehend, geht es um die Behauptung der wirtschaftlichen Stellung Frankreichs und Deutschlands im internationalen Vergleich.
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Damenschlafzimmer.
© Droits réservés |
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Die Universitäten |
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Im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts werden in Frankreich und Preußen zwei verschiedene Universitätsmodelle gegründet. Stellen beide eine Reaktion auf die als veraltet geltenden mittelalterlichen Universitäten dar, so sind sie doch im feindschaftlichen Kontext der napoleonischen Kriege vor allem gegeneinander gerichtet.
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Die Universität Friedrich Wilhelm.
© BPK, Berlin, Dist RMN - Photographe inconnu |
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